Respekt
Chancengleichheit
Leistung

In der 6. Klasse der Förderstufe ist das Fach Arbeitslehre verpflichtender Bestandteil des Stundenplans für alle Schülerinnen und Schüler. Ziel dieses Faches ist es, den Kindern grundlegende Alltags‑, Arbeits- und Handlungskompetenzen zu vermitteln und sie schrittweise an praktische Tätigkeiten heranzuführen.

Eine besondere Stärke unseres Arbeitslehreunterrichts liegt in der Organisation in Kleingruppen, die den Lernprozess intensiv unterstützt und den Schülerinnen und Schülern ein sehr individuelles Arbeiten ermöglicht.

Organisation des Unterrichts

Jede Klasse wird für den Arbeitslehreunterricht in zwei feste Halbgruppen mit jeweils etwa 12–13 Schülerinnen und Schülern geteilt. Diese Gruppen wechseln im Laufe des Schuljahres:

  • Ein Halbjahr Arbeitslehre in der Schulküche

  • Ein Halbjahr Arbeitslehre in der Holzwerkstatt

So arbeiten alle Kinder über das gesamte Schuljahr hinweg kontinuierlich in überschaubaren Lerngruppen – eine echte Luxus-Situation, die Raum für intensives Üben, Ausprobieren und persönliche Betreuung lässt.

Lernen mit Kopf, Herz und Hand (Klasse 6)

Arbeitslehre in der Schulküche

Im Halbjahr in der Schulküche steht das Kennenlernen des Haushaltsbereichs im Mittelpunkt. Die Schülerinnen und Schüler werden behutsam und altersgerecht an die Arbeit in der Küche herangeführt. Ziel ist nicht das perfekte Kochen, sondern das Erlernen grundlegender Fähigkeiten und Abläufe.

Inhalte sind unter anderem:

  • Kennenlernen der Schulküche und ihrer Ausstattung
  • Einüben von Grundregeln der Hygiene und Sicherheit
  • Grundlagen im Umgang mit einfachen Küchengeräten
  • Zubereitung einfacher Speisen
  • Ordnung halten, Putzen und Aufräumen als selbstverständlicher Teil der Arbeit
  • Verantwortungsbewusster Umgang mit Lebensmitteln
  • Arbeiten nach klaren Absprachen und Regeln

Die Kinder lernen, dass zum Arbeiten in der Küche nicht nur das Zubereiten von Speisen gehört, sondern auch Planung, Zusammenarbeit sowie das Verlassen eines sauberen und ordentlichen Arbeitsplatzes.

Arbeitslehre in der Holzwerkstatt

Im zweiten Halbjahr wechseln die Schülerinnen und Schüler in die Holzwerkstatt. Hier sammeln sie erste Erfahrungen im handwerklichen Bereich. Sie lernen einfache Werkzeuge kennen, üben grundlegende Arbeitstechniken und erfahren, wie wichtig Genauigkeit, Geduld und konzentriertes Arbeiten sind.

Auch hier stehen Sicherheit, Ordnung und verantwortungsvoller Umgang mit Material und Werkzeugen im Vordergrund.

Pädagogischer Mehrwert

Der Arbeitslehreunterricht in der Förderstufe bietet einen wichtigen Ausgleich zum eher theoretisch geprägten Unterricht. Durch das handlungsorientierte Lernen erleben die Schülerinnen und Schüler unmittelbare Erfolgserlebnisse und stärken ihr Selbstvertrauen.

Gleichzeitig werden wichtige Kompetenzen gefördert:

  • Selbstständigkeit und Verantwortungsbewusstsein

  • Teamfähigkeit und Rücksichtnahme

  • Sorgfalt, Ausdauer und Zuverlässigkeit

  • Einhalten von Regeln und Arbeitsabläufen

Fazit

Arbeitslehre in der 6. Klasse schafft eine wichtige Grundlage für das weitere schulische Lernen. Durch die Arbeit in kleinen Gruppen, den Wechsel zwischen Schulküche und Holzwerkstatt sowie den starken Praxisbezug erhalten die Schülerinnen und Schüler wertvolle Einblicke in unterschiedliche Arbeitsbereiche und erwerben grundlegende Fähigkeiten für ihren Alltag – Schritt für Schritt und in einem geschützten Lernrahmen.