I2-jährige höhere Berufsfachschulen

Zweijährige höhere Berufsfachschulen bilden Assistentinnen und Assistenten in verschiedenen Fachrichtungen aus, schließen mit einer Prüfung ab und berechtigen zur Führung der Berufsbezeichnung „Staatlich geprüfte Assistentin ... / Staatlich geprüfter Assistent ..." mit dem Zusatz der jeweiligen Fachrichtung. Durch Zusatzunterricht und eine zusätzliche Prüfung sowie einem anschließenden Berufspraktikum kann bei Erfüllung bestimmter Voraussetzungen die Fachhochschulreife erreicht werden. Voraussetzung für die Aufnahme ist ein mittlerer Abschluss (bzw. bei Gymnasialschülern die Versetzung in die Oberstufe) mit höchsten einer Note 4 in den Fächern Mathematik, Deutsch, Englisch. Bei schlechteren Noten kann evtl. ein schriftliches Auswahlverfahren erfolgen.

 

2-jährige höhere Berufsfachschule für Sozialassistenz

Diese Schulform vermittelt Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten für die Arbeit im sozialpädagogischen und sozialpflegerischen Einrichtungen und ist eine vollschulische Berufsausbildung, die auf dem mittleren Abschluss aufbaut. Wer die Ausbildung mit einer erfolgreichen Abschlussprüfung abschließt, ist berechtigt die Berufsbezeichnung „Staatl. gepr. Sozialassisten/in“ zu tragen. An sie kann sich der Besuch weitere Fachschulen im anschließen, z.B. mit dem Ziel des Erwerbs des Abschlusses „Staatl. anerk. Erzieher/in“ oder „Staatl. anerk. Heilerziehungspfleger/in“. Unter bestimmten Voraussetzungen bzw. Zusatzunterricht ist der Erwerb der Fachhochschulreife möglich.

 

1-jährige höhere Berufsfachschulen

Einjährige Berufsfachschulen für Wirtschaft oder für Ernährung/Hauswirtschaft bauen auf einem mittleren Abschluss auf und vermitteln eine berufliche Grundbildung in dem jeweiligen Berufsfeld sowie Unterricht in allgemein bildenden Fächern. Der erfolgreiche Besuch der einjährigen Berufsfachschule kann auf die Ausbildungszeit in den dem entsprechenden Schwerpunkt zugeordneten Ausbildungsberufen angerechnet werden.

 

2-jährige Berufsfachschulen

Zweijährige Berufsfachschulen, die eine berufliche Grundbildung in dem betreffenden Berufsfeld vermitteln und zu einem mittleren Abschluss führen, sind nach Berufsfeldern gegliederte Vollzeitschulen. Sie setzen den Hauptschulabschluss voraus. Nach erfolgreichem Besuch dieser Berufsfachschulen ist der Übergang in die betriebliche Berufsausbildung (mit Verkürzung der Ausbildungszeit in einem Ausbildungsberuf des entsprechenden Berufsfeldes), in die Jahrgangsstufe 11 einer Fachoberschule oder eines Beruflichen Gymnasiums möglich.